Mittwoch, 29. Januar 2014

Vakuum  

"Die Sirene heulte los. Kora war noch nicht fertig. Nur noch fünf Bahnen. Höchsten sechs. Sie stand auf der Leiter, die Arme hoch über dem Kopf, die Malerrolle in den Händen. Sie hasste die Sirene, obwohl ihr Signal die Pausen ankündigte."

Verlag: Bloomoon - 366 Seiten - ISBN: 384580307X - Veröffentlichung: 10. September 2012 

Klappentext

Tamara ist auf dem Weg nach Mannheim. Sie ist nur kurz weggenickt und als sie die Augen wieder öffnet, steht der Zug und die Passagiere sind weg.
Kora findet sich beim Hofgang plötzlich allein im Gefängnis wieder. Keine Gefangene ist mehr da, die Tore sind verschlossen.
Leons Freunde sind beim Campen auf einer Insel auf einmal wie vom Erdboden verschluckt. Als er 110 wählt, nimmt niemand ab. 
Tamara. Kora. Leon. Alissa. Hannes. Sie alle erleben am 17. August um 15.07 Uhr dieselbe Situation: Die Zeit bleibt stehen und plötzlich sind sämtliche Menschen verschwunden. 
In diesem beängstigendem Vakuum beginnt ein gefährlicher Nebel Jagd auf die fünf Jugendlichen zu machen...

Meine Meinung

So, heute zur Abwechslung mal ein Jugendbuch. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass ich Jugendbücher blöd finde, ganz im Gegenteil (hallo, "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"!!) Aber grundsätzlich lese ich einfach seltener welche. Also bitte nicht falsch verstehen. 

Wer hätte nicht gerne mal ein Einkaufscenter oder eine Stadt für eine gewisse Zeit für sich alleine? Tun und lassen, was man möchte ohne direkt Konsequenzen fürchten zu müssen. Ab ins Einkaufscenter und kaufen, ach neeeee, nehmen, was mir gefällt?? Perfekt!
Dass das auf Dauer nicht funktioniert ist klar, aber für einen kurzen Zeitraum nicht die schlechteste Vorstellung.
Tja, zu schade, dass ein gefährlicher Nebel draußen sein Unwesen treibt und keine Zeit für etwaige Annehmlichkeiten bleibt.

Der Beginn der Geschichte hat mir gut gefallen: Die fünf Jugendlichen werden in ihrem Alltag begleitet und man erfährt viel über den jeweiligen Protagonisten. Bis auf ein Geheimnis. Oder vielmehr ein Ereignis aus der Vergangenheit. 
Die "Vorstellung" der Personen endet entweder pünktlich um 15.07 Uhr oder kurz davor. Super, so konnte ich das Buch nicht weglegen, weil ich ja wissen wollte, was denn nun passieren wird.
Im Laufe der Geschichte werden die Geheimnisse und Probleme der Jugendlichen dann nach und nach offensichtlich und es stellt sich heraus, dass der schreckliche Nebel auch etwas Gutes in sich verbirgt. An dieser Stelle zeigt sich dann auch, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Es wird ein bisschen moralisch und unterschwellig "lebensratgebermäßig". 
Die Botschaft, die mit der Geschichte übermittelt werden soll, ist unmissverständlich. Jedenfalls hoffe ich, dass ich das Buch richtig interpretiert habe. Und nein, ich nenne sie hier jetzt nicht :-P

Warum habe ich das Buch gelesen? Der Klappentext hat mich überzeugt! Er erinnerte mich sofort an zwei Geschichten: 
1. "Der Nebel" von Stephen King
2. Die "Finale" - Serie von Tim La Haye und Jerry B. Jenkins (kennt das überhaupt irgendwer??)
Hat das Buch also mit menschenfressenden Horrorgestalten oder der christlichen Entrückung zu tun, die lediglich fünf Jugendliche auf der Erde zurücklässt, während der Rest der Welt gen Himmel fährt?
Nee! Und das ist auch gut so.

Besonders zum Ende des Buches hat mich "Vakuum" sehr an Stephen King erinnert, es wird sehr fantastisch (im Sinne von Fantasy), was bei der Ausgangslage allerdings auch unumgänglich war.

Ist es Zufall, dass Nebel und Leben, vor- bzw. rückwärts lesbar sind?
N E B E L - L E B E N

Fazit

Das Buch hat mich trotz seichter Story in seinen Bann gezogen, sodass ich es für meine Verhältnisse auch schnell zu Ende gelesen habe. Ich kann noch nicht mal genau sagen, was es war, aber es hat Spaß gemacht. Vielleicht auch, weil ich mich nach "Osama" ein bisschen ausruhen konnte ;-)





Das Buch wurde mit dem "Mannheimer Feuergriffel" für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet


Besten  Dank an Bloomoon




Kommentare:

  1. Wenn ich "Als die Liebe zu Elise kam" fertig hab, wird das mein Nächstes :)

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