Dienstag, 11. Februar 2014

Geht nicht gibt's nicht!  

"Als ich zum ersten Mal erfuhr, dass einige meiner Mitarbeiter bei Virgin mir den Spitznamen "Dr. Yes" gegeben haben, war ich amüsiert. Der Beiname war offensichtlich entstanden, weil ich automatisch auf jede Frage, Bitte oder jedes Problem eher positiv als negativ reagiere."

Verlag: Books4Success (Plassen) - 253 Seiten - ISBN: 393835089X - Veröffentlichung: 2007 - Originaltitel: Screw it, let's do it

Klappentext

"Sitz nicht bloß herum!", mahnte Richard Bransons Mutter ihren Jungen. Da zog er los. Das Ergebnis: Heute ist er Milliardär und besitzt eine der schillerndsten Unternehmensgruppen der Welt - die Virgin Group.
"Do not harm" - so denkt und handelt Richard Branson. Er will die Welt verbessern, und er will ein Beispiel geben. Auch mit seinen aufsehenerregenden Aktionen: In waghalsigen Ballonfahrten riskiert er sein Leben oder macht halbnackt Werbung an einem Kran am Times Square. Branson ist höchst kreativ, risikofreudig und originell. "Geht nicht, gibt's nicht!" bietet genau die richtige Mischung aus Biographie und Erfolgsratgeber.

Meine Meinung

Wer einen klassischen Ratgeber nach dem Motto "wenn-du-dieses-und-jenes-machst-und-folgende-Regeln-beachtest,-dann-wirst-du-erfolgreich-und-vermögend" lesen möchte, der ist hier völlig falsch und kann das Buch zurück ins Regal legen. "Geht nicht, gibt's nicht!" bietet mehr. Viel mehr.

Das Buch ist von Anfang an eher wie eine Abenteuerreise. Als ich das Buch ausgelesen hatte, habe ich mehr Indiana Jones als einen Anzugträger vor mir gesehen.
Es geht auch nicht primär um die Tipps und Tricks, mit denen uns Richard Branson behelligt. Es geht um einen größeren Kontext. Nicht nur das eigene Leben soll bereichert werden. Auch die Unterstützung von Benachteiligten und der Schutz der Umwelt stehen im Fokus.
Die Tipps und Tricks werden auf der ersten Seite der jeweiligen Kapitel genannt und anschließend in den Kapiteln in lustige, lehrreiche und vor allem beeindruckende Anekdoten aus Bransons Leben eingebettet. Das ist es auch, was dieses Buch so lesenswert macht: die persönlichen Geschichten und Erfahrungen. 
Ich musste beim Lesen so oft schmunzeln (beispielsweise über Kapitelnamen wie "Pow! Shazam! // Von Raumschiffen und Comics") und kann immer noch nicht glauben, was dieser Typ alles erlebt hat und immer noch erlebt. Dass er nebenbei auch noch steinreich geworden ist, scheint wie ein netter Nebeneffekt. 
Wer an dieser Stelle etwas Schlechtes unterstellen möchte, beispielsweise, dass es sich bei dem Buch um ein "Virgin/Branson-Selbstbeweihräucherungs- und Propagandawerk" handelt... gut, grundsätzlich kann ich nicht beweisen, dass sich alles aus dem Buch in Wirklichkeit so abgespielt hat, aber warum sollte man immer alles schwarz malen? Es macht Spaß das Buch zu lesen, es ist unterhaltsam und inspirierend, warum sollte ich also dieses gute Gefühl mit solchen Verschwörungstheorien verdunkeln? 

Fazit

Ich habe mit einem klassischen "Kapitalistenratgeber" gerechnet und nicht damit, dass Sir Richard Branson ein grüner Ballonfahrer, Erfinder und Visionär ist.
Die Mischung aus Biographie und Ratgeber ist mehr als gelungen; die Tipps motivieren und die Anekdoten sind erstaunlich und nicht auszudenken. Absolut lesenswert!



Besten Dank an Plassen

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