Montag, 23. Dezember 2013

Der Händler der verfluchten Bücher  

"Eiskalte Eindböen peitschten gegen die Mauern der Abtei San Michele della Chiusa und trieben den Geruch von Harz und welken Blättern nach drinnen, Vorboten eines aufziehenden Unwetters."

 Verlag: emons: - 366 Seiten - ISBN: 3954511952 - Veröffentlichung: 29. August 2013 - Originaltitel: Il mercanti di libri male-detti - 1. Teil der Ignazio-da-Toleda-Reihe

Klappentext

Venedig 1218: Der Reliquienhändler Ignazio da Toledo erhält den Auftrag das gefährlichste Buch der Welt zu beschaffen. In alten Schriften heißt es: Wer das "Uter Ventorum" besitzt, wird zum Herrscher des Universums. Auf der Suche nach der Handschrift gerät Ignazio in ein tödliches Intrigenspiel. Jemand scheint alle seine Schritte vorauszuahnen. Dunkle Mächte wollen das Buch um jeden Preis - und um es in ihren Besitz zu bringen, schrecken sie vor nichts zurück.

Meine Meinung 

Das Buch bietet einiges, was ich mir von einem guten Buch wünsche:
man ist direkt in der Geschichte, es geht schnell voran, Rätsel, eine Art Schnitzeljagd und eine Geheimorganisation. Und natürlich ein Buch, mit dem es möglich ist, die Welt zu beherrschen (ja, klingt ein bisschen nach "Der Club Dumas").
Super! Schön abenteuerlich und perfekt für Abende auf der Couch bei gedämmten Licht. Zumindest zu Beginn.
Nach dem ersten Drittel kann sich das Buch bzw. der Autor leider nicht mehr steigern und es scheint, als wäre das Pulver verschossen.
 Mir kam es so vor, als würde sich von nun an alles wiederholen (nicht nur die langen Reisen zu Pferd..). Der Verlauf der Geschichte ist sehr vorhersehbar und leider wenig überraschend, ausgenommen eine Kleinigkeit am Ende des Buches. Jedenfalls hätte ich damit nicht gerechnet.
Die Tatsache, dass Landschaften nicht in epischer Breite beschrieben werden finde ich gut, weil es ermüdend ist und nervt. Alles in Allem bleibt Simoni aber zu oberflächlich, auch die Zeichnung der, teils stereotypen, Charaktere. 

Fazit

Die Bewertung des Buches fällt mir sehr schwer. Besonders der Beginn und, wie oben schon beschrieben, das erste Drittel des Buches finde ich sehr gelungen, sodass 4 oder gar 5 Eselsohren drin gewesen wären. Ich habe mich auf eine abenteuerliche, wendungsreiche Geschichte gefreut. Dann kommt nicht mehr viel, was nach dem tollen Auftakt noch enttäuschender ist. Nach ein paar Tagen Reflexion kann ich leider nur 3 Eselsohren geben.



Besten Dank an den Emons:-Verlag

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