Samstag, 6. August 2016

Nick Hornby - A long way down

"Ob ich erklären kann, warum ich von einem Hochhaus springen wollte?"


Verlag:Kiepenheuer & Witsch - 342 Seiten - ISBN: 3462040510 - Veröffentlichung: 2013 - Originaltitel: "A Long Way Down"

Klappentext

Vier Menschen auf dem Dach eines Londoner Hochhauses, die sich an Silvester das Leben nehmen wollen, schließen einen Pakt: Neuer gemeinsamer Selbstmord-Termin ist der Valentinstag. Es bleiben sechs Wochen, die gemeinsam überlebt werden müssen...

Meine Meinung

Treffen sich vier wildfremde und völlig verschiedene Menschen aufm Hochhaus und wollen Selbstmord begehen. Was ein bisschen so klingt, wie der Beginn eines morbiden Witzes, ist der Beginn von "A long way down". So ähnlich zumindest.

In "A long way down" werden die Leben und Schicksale der vier Protagonisten beleuchtet, die nicht unterschiedlicher hätten sein können. Hier hat Hornby ganz großes Kino geschaffen. Ich möchte nicht näher auf die Figuren eingehen, weil es Spaß macht, die Vier zu ergründen und zu erfahren, was sie auf das Hochhaus getrieben hat. 
Die natürlich völlig absurde Geschichte entwickelt sich im Verlauf zu einer lebensbejahenden Geschichte aus dem Alltag.
Ich finde es großartig, wie sich Nick Hornby in seine Protagonisten hineinversetzt und sie so denken und sprechen lässt (Schubladendenken aus), wie es eben passt.

"Wenn ihr gesehen hättet, wie ich an der Mauer gelehnt runter ins Wasser geguckt habe, hättet ihr bestimmt gedacht, oh, sie denkt nach, aber das tat ich nicht. Ich meine, klar, es waren Wort in meinem Kopf, aber nur weil einem Worte durch den Kopf gehen, heißt das nicht, dass man nachdenkt. Wenn man die Taschen voller Pennys hat, heißt das ja auch nicht, dass man reich ist."

Was es mit der Leiter auf dem Cover auf sich hat, erfahrt ihr relativ schnell. Mich hat sie an dieses Kinderbrettspiel erinnert, wo es ständig auf-und ab geht - wie das Leben.


Fazit

Mir hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Auch, wenn es nicht immer einfach ist, sich schon morgens auf dem Weg zur Arbeit mit dem Thema "Selbstmord" zu beschäftigen.







Ist die Verfilmung gut?? Lohnt sich der Film?? Hier der Trailer:



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