Mittwoch, 8. Februar 2017

Adrian McKinty - Police at the Station and they don't look friendly

"Blue dark, red dark, yellow dark."

(c) Serpant's Tail

Verlag: Serpant's Tail - 339 Seiten - ISBN: 9781781256923 - Veröffentlichung: 5. Januar 2017 - 6. Teil der "Sean Duffy" - Reihe

Wer den letzten Teil noch nicht gelesen hat, könnte hier Spoiler finden


Klappentext

Belfast, 1988: A man has been shot in the back with an arrow. It ain't Injunts and it isn't Robin Hood.
Uncovering exactly who done it will take Detective Inspector Sean Duffy down his most dangerous road yet, leading to a lonely clearing on the high bog with three masket gunmen forcing Duffy to dig his own grave.
Hunted by forces unknown, threatened by Internal Affairs and with his relationship on the rocks, Duffy will need all his wits to get out of this investigation in one piece. And this time, help isn't coming...

Meine Meinung

Mein zweiter Duffy auf Englisch. So musste ich nicht lange warten, bis es weitergeht und außerdem machen die Geschichten in der Muttersprache des Autors gleich nochmal etwas mehr her.
Dieser Teil ist anders, als die anderen Teile der Reihe. Die Unterschiede begegnen uns direkt zu Beginn, glaube ich zumindest. Die Story beginnt mit einem Ausschnitt des vermeintlichen Endes der Geschichte. Verbessert mich bitte, aber ich glaube mit diesem Mittel hat McKinty bisher nicht gearbeitet. 
Anschließend baut sich der Plot, wie man es kennt, erzählend und erklärend auf.

" "Ah, golfer is he?" He can't be all bad. What's his handicap?"
"Handicap? Well, he's got an eighteen-century mind-set, he's stinking rich and for recreation he golfs at Down Royal or sails about on his bloody great yacht. Is that handicap enough?" "

Zunächst konnte ich mir unter dem Titel nicht viel vorstellen, aber spätestens als Duffy mit Pauken und Trompeten beim Fitnesstest des Reviers durchfällt, weiß man, dass die Stunde geschlagen hat und Ärger ins Haus steht. Wobei dieser kleine Test das lächerlichste Übel für die nächsten 300 Seiten sein wird.

"Get too close to a victim or a suspect or a patient and you can lose yourself in the darkness of their case; but remain too distant from the suffering and the pain and you become a robot, a machine, a chilly sociopath. Like old Inspector Laidlaw across the sheugh you found yourself in the dilemma of either indulging in grief by proxy or imitating a stone."

McKinty erzählt auch dieses Mal auf seine von mir so gefeierte flapsige, exakte Art und Weise mit Anspielungen, viel Humor und noch mehr Musik im Hintergrund. So weit so gut.
Aber diesem Teil fehlt es trotz gutem, lesenswerten Plot an etwas. Er wirkt auf mich wie der typische zweite Teil einer Trilogie - wie ein Zwischenteil vor dem großen Knall. Zur Überbrückung.
Die Täterfrage, naja, nicht allzu überraschend, ohne zu viel verraten zu wollen und in meinen Augen auch ein bisschen an den Haaren herbeigezogen. Andererseits ist es stark für die nächsten Teile, wenn es denn welche geben wird, was McKinty daraus macht. 
Wäre das Buch bereits als Film auf der Leinwand und wäre mein persönlicher Anspruch an McKinty nicht so hoch, würde das wahrscheinlich niemanden auffallen, weil die ganze Action, die wir diesmal erleben, von meinem Gemecker ablenkt. Es knallt sehr häufig und einige Leben der Protagonisten werden bedroht.

"Never interrupt Columbo when he's doing his final fucking speech."

Fazit

Es tut weh und klingt falsch, zu schreiben, dass dies der schlechteste Teil der Serie ist. Aber einer muss es ja sein. Das Buch ist natürlich trotzdem unbedingt lesenswert und ein guter Krimi. Und Pflicht für die Teile, die folgen werden.



Blog von Adrian McKinty


     

Diesmal habe ich es durchgezogen und alle Lieder bzw. Künstler aufgeschrieben, die Duffy gut findet. Okay, der ein oder andere Song musste auch rein, der ihm den Rest gibt :-) Hier ist die Playlist, viel Spaß.

Historische Person: Michael Stone

1 Kommentar:

  1. Huhu! Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und finde ihn toll ��! Hier bleibe ich gerne als Leserin!"Police at the Station" steht bei mir auch noch im Regal und wartet darauf gelesen zu werden, deine Rezension zum Buch ist auf jeden Fall sehr gut, auch wenn sich das Buch nicht ganz überzeugen konnte ��. Wenn du magst, kannst du auch gerne mal auf meinem Blog vorbeischauen, wir scheinen denselben Geschmack zu haben.
    Liebe Grüße
    Svenja (www.pantaubooks.wordpress.com)

    AntwortenLöschen