Dienstag, 22. Oktober 2013

Der Vogelmann  

"North Greenwich, Ende Mai. Es war drei Stunden vor Sonnenaufgang und der Fluss wirkte verlassen."

Verlag: Goldmann - 411 Seiten - ISBN: 3442451736 - Veröffentlichung: 2000 - Originaltitel: Birdman - 1. Teil der Jack-Caffery-Reihe

Klappentext 

London im Frühling. In der Nähe der Themse werden die Leichen von fünf Frauen gefunden, die offenbar einem Serienmörder zum Opfer fielen. Die Öffentlichkeit ist schockiert, und Detective Inspector Jack Caffery ermittelt mit seiner Spezialeinheit fieberhaft, um dem mysteriösen "Vogelmann" auf die Spur zu kommen. Hinweise führen ihn schließlich nach Greenwich, wo Jack die junge Malerin Becky kennenlernt, für die er alsbald mehr als nur berufliches Interesse entwickelt. Als es der Polizei schließlich gelingt, einen Verdächtigen festzunehmen, hoffen alle auf ein Ende des Alptraums. Doch das Morden geht weiter. Und auf einmal ist Becky spurlos verschwunden.

Meine Meinung

Als ich das Buch geschenkt bekommen habe und den Titel las und das Cover sah, habe ich eigentlich nicht viel von dem Buch erwartet. Aber Oberflächlichkeit ist keine gute Sache, denn das, was Mo Hayder auf den knapp 400 Seiten bietet, ist ein durchweg spannender Thriller, der zum Ende noch an Fahrt aufnimmt und das Spannungsniveau über das gesamte Buch hält.
Die Geschichte ist sehr raffiniert und als ich dann wusste, wie der Hase läuft,  legte ich am Ende, weil ich unbedingt wissen musste, wie es ausgeht, einen wahren Lesesprint ein. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen und habe unentwegt gehofft, dass es nicht ganz so schlimm wird. Irgendwie habe ich auf so ein langweiliges Happy End gehofft. So soll es doch sein, dass man richtig mitfiebert, das macht einen starken Thriller aus!
Die Darstellung der Morde bzw. der Opfer und welcher Obsession der Mörder folgt, ist oft schon sehr schockierend und grausam. Unfassbar, wozu manche Menschen scheinbar in der Lage sind. Aber so ist es ja bei den meisten Thrillern, wobei man sich hier nochmal auf ein ganz anderes Terrain wagt. 
Ich möchte nicht allzu viel verraten, aber zwischendurch gibt es Momente, die mich richtig umgehauen haben und ich mir nur dachte, dass das, was passierte, nicht wahr sein könne.
Die Charaktere hatte ich direkt vor Augen. Die Probleme, die Jack Caffery neben den Mordfällen hat, sind ein interessanter Nebenstrang.

Fazit

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und mir ausgesprochen gut gefallen, besonders weil sich die Spannung, wie oben erwähnt, über das ganze Buch hält und ich an mehreren Stellen aufs Glatteis geführt wurde.
Ich werde den nächsten Teil der Reihe ("Die Behandlung") auf jeden Fall lesen und kann somit mindestens 4 Eselsohren geben. Fast 5, fast.



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