Donnerstag, 3. April 2014


Hello from Edinburgh!

Viele Grüße aus dem sonnigen... ich meine, nebligen Edinburgh! Was das hier zu suchen hat? Ganz einfach: Edinburgh ist eine richtige Bücherstadt. Ich habe vor kurzem gelesen, dass es hier mehr Büchereien und Buchläden gibt, als Internetcafes. Mag auf den ersten Blick nicht so besonders klingen, aber wenn ich daran denke, wie viele Internetbuden es alleine in Köln gibt.. In dieser altertümlichen Stadt passt das aber auch perfekt. Ich hatte jedenfalls bei all dem Nebel sofort Lust mich vor einen Kamin zu verkriechen und ein Buch zu lesen. 
Die Atmosphäre in der Stadt ist, nicht zuletzt durch die Nebelschwaden, einmalig und hat sicher zum ein oder anderen Krimi geführt.  


Passend zum gespenstischen Nebel und den alten Gemäuern weit und breit, gibt es hier auch den "Potter-Trail". Wer sich jetzt, genau wie ich, fragt, "Hä, was hat Harry Potter denn mit Edinburgh zu schaffen??", der erhält während der knapp 90- minütigen Führung durch einen echten Zauberer einige Antworten.
Der Trail beginnt auf einem alten Friedhof, Greyfriars Kirkyard. Der Hund des ersten Friedhofwärters ist übrigens nach dessem Tod, also dem Tod des Wärters, noch für Jahre jeden Tag zum Grab gekommen und hat dort gewacht. Nur so nebenbei. Zurück zum Trail: J.K. Rowling hat einige Ideen und noch mehr Inspiration für Ihre Geschichten in Edinburgh gefunden. Unter anderem auch auf diesem Friedhof. Er dient beispielsweise als Vorlage für den Friedhof, auf dem Harry und Lord Voldemort sich zum ersten Mal begegnen. Außerdem finden sich die Ursprünge für die Namen Tom Riddle und McGonagall hier. Schaut euch hierzu die Bilder an. Was hat J.K. Rowling überhaupt in Edinburgh gemacht? Nach der Trennung von ihrem Mann, ist sie mit ihrem Kind zu ihrer Schwester nach Edinburgh gereist und hat sich ein Jahr Zeit gegeben, etwas zustande zu bringen. Was ja auch ganz gut geklappt hat. Die Zeit als alleinerziehende Mutter ohne Arbeit war mehr als hart. So hat es sich auch angeboten, dass ihr Schwager ein Cafe führte und noch immer führt, in dem sie schreiben konnte und sicher auch den ein oder anderen Tee umsonst bekam. Kaffee soll ja in Großbrittanien kein Renner sein.. Das Cafe des Schwagers schaut man sich auf dem Trail übrigens auch an.
Außerdem haben wir noch die Handabdrücke von J.K. Rowling besucht, die im Rahmen der Verleihung des Edinburgh Award im Stile des Walk of Fame verewigt wurden. Zu guter letzt schaut man sich noch das Hotel an, wenn der Nebel es zu lässt, in dem der letzte Teil der Potter-Reihe geschrieben wurde. Hier kann man sich seit dem in die "J.K. Rowling-Suite" einbuchen. Für knapp 1.000,00 Pfund pro Nacht. Geschenkt.
Das ist natürlich nicht alles, was man bei der zauberhaften Tour erlebt, ich möchte ja nicht alles vorwegnehmen.
Der Trail bietet sich gut an, wenn man nur, so wie ich, ein paar Stunden Aufenthalt in Edinburgh hat und etwas von der Stadt sehen möchte, weil der Trail einige Sehenswürdigkeiten passiert. Gut, Edinburgh Castlle nicht aber da braucht man auch etwas Zeit. Dafür aber die wunderschöne Old Town. Ach ja, die Führung kostet nichts, nur das, was sie euch wert ist. 



Wenn ihr also mal in der Nähe seid, lasst euch Edinburgh und den Potter-Trail nicht entgehen!

Bis Bald Edinburgh.


Der Potter-Trail bei Tripadvisor

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