Dienstag, 22. April 2014

Der Kruzifix Killer  

" "Detective Hunter am Apparat..." "Hallo, Robert. Ich habe eine Überraschung für dich." "

Verlag: Ullstein - 477 Seiten - ISBN:3548281095 - Veröffentlichung: 2009 - Originaltitel: The Cruzifix Killer - 1. Teil der "Hunter-Garcia"- Reihe

Klappentext

Die Leiche einer wunderschönen Frau, bestialisch verstümmelt. Keinerlei Spuren. Bis auf ein in den Nacken geritztes Kreuz: das Zeichen eines vor Jahren hingerichteten Serienmörders. Detective und Profiler Robert Hunter wird schnell klar, dass der Kruzifix-Killer lebt. Er mordet auf spektakuläre Weise weiter. Und ist Hunter immer einen Schritt voraus - denn er kennt ihn gut. Zu gut.

Meine Meinung

Hier bekommt man wirklich, was der Klappentext verspricht: zum einen verstümmelte Leichen en masse und einen Serienmörder, der der Polizei immer mindestens einen Schritt voraus ist.
Klingt auf keinen Fall neu bzw. innovativ, ist aber nichtsdestotrotz unterhaltsam und spannend. Ob unterhaltsam in diesem Zusammenhang das passende Wort ist, sei mal dahingestellt. Erwartet also bitte keine Neuerfindung des Genres.
Aber von vorne: Der Titel geht natürlich gar nicht. Viel zu aufdringlich. Schon alleine das Wort "Killer"... da geht mir jedes Mal der Hut hoch. Das klingt so plump, nach stupider Zeitverschwendung. 
Aber: Mehr Negatives fällt mir über das Buch nicht ein.
Das Buch ist ein "Serienmörderbuch", so wie ich es mir vorstelle und natürlich voller Klischees: wie oben bereits erwähnt brutale, aber auch kreative Morde mit entsprechend zurückgelassenen Leichen, durch einen extrem berechnenden und klugen Mörder. Dazu ein sympatisches Superbullen-Duo, natürliche Genies in gestählten Körpern. Der Scotch darf natürlich auch nicht fehlen. Und eine Romanze gibt es auch. Also alles wie gehabt, aber Spaß macht es trotzdem. Chris Carter gibt den Lesern, was sie wollen und dazu noch die ein oder andere Überraschung. 
Das Buch ist von Anfang an spannend, was daran liegt, dass die Story rückwärts erzählt wird. Der Mörder hat also schon zu Beginn ein Opfer in seiner Gewalt und die Uhr beginnt zu ticken..
Während ich das Buch gelesen habe, habe ich mich ununterbrochen gefühlt, wie in einem Horrorfilm oder zumindest sehr brutalen Thriller. Das Buch ist sehr einfach geschrieben und ebenso schnell zu lesen. Es liest sich quasi wie von selbst. Immer wieder gibt es gegen Ende der Kapitel Cliffhanger, die die Spannung antreiben. Ich finde übrigens, dass solche einfachen und altbewährten Mittel viel zu selten genutzt werden. War das früher anders?
Aber als ob das noch nicht genug wäre, baut Chris Carter noch einen zweiten Erzählstrang ein, auf den ich hier nicht näher eingehen möchte. Wahrscheinlich ist dieser sein größter Clou. 
Die Geschichte wird mit einem überaus passenden und alles nachvollziehbar machendem Ende abgerundet. Es passt perfekt. Es bleibt keine Frage offen. Ganz zum Schluss, nach dem eigentlichen Ende, hält das Buch noch einen kleinen dramatischen Bonus bereit.

Fazit

Eigentlich scheint alles klar und offensichtlich. Ist es aber nicht! Mich hat das Buch zumindest an der ein oder anderen Stelle sehr überrascht und auch mehr überrascht, als ich dachte. Teil 2 liegt schon irgendwo auf meinem Bücherstapel, deshalb:



     


Wem "Der Kruzifix Killer" gefällt, der mag auch "Der Vogelmann" und "Die Behandlung(in der Reihenfolge) von Mo Hayder.

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