Freitag, 30. Januar 2015

Reise zum Mittelpunkt der Erde 


"Am 22. Mai des Jahres 1864 - wie ich mich erinnere, war es ein Sonntag - kam mein Oheim, der Professor Lidenbrock, in großer Eile heim."

Verlag: Das Beste - 176 Seiten - ISBN: 3870702532 - Veröffentlichung: 1987 - Originaltitel: Voyage au centre de la terre

Klappentext

In einer alten Chronik entdeckt der Hamburger Geologieprofessor Otto Lidenbrock ein geheimnisvolles Dokument, das er mit seinem Neffen Axel entschlüsselt. Die unglaubliche Botschaft des vergilbten Pergaments: Wer in den Krater des isländischen Vulkans Snaefellsjökull hinabsteigt, gelangt zum Mittelpunkt der Erde!

Meine Meinung

Eins vorweg: leider handelt es sich bei der Ausgabe, die ich gelesen habe, um eine gekürzte Fassung der Geschichte.. Das Buch ist so alt, die Schrift recht klein, ich habe nicht gedacht, dass es tatsächlich so eine Readers Digest Ausgabe ist.
Aber enttäuscht bin ich deswegen noch lange nicht. Die Übersetzung klingt zwar an einigen Stellen etwas fragwürdig, aber die Geschichte wurde ja auch im Jahre 1873 veröffentlicht. Wer weiß also, ob es nur eine mäßige Übersetzung ist oder ob es Jules Verne tatsächlich 1:1 so niedergeschrieben hat. Nur eben auf französisch.

Ich hatte bevor ich das Buch gelesen habe, keine Ahnung, worum es im Buch geht. Außer, dass irgendjemand, vermutlich ein Wissenschafter, zum Mittelpunkt der Erde reisen möchte. Irgendjemand hier, der mehr weiß?? Ich hatte z.B. keine Ahnung, dass die beiden Protagonisten in Hamburg leben. Ich bin davon ausgegangen, dass sich die Geschichte in Paris oder zumindest in Frankreich abspielt. So kommt es also, dass der innerlich gespaltene Professor mit seinem Neffen, und später mit  dem isländischen Alleskönner Hans, zum Mittelpunkt der Erde aufbrechen. 
Der Professor erinnert mich hierbei immer wieder an Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Er rastet zwar nicht aus und wird gewalttätig, aber auf der einen Seite ist er der nette Onkel von Axel und auf der anderen Seite ist der vom Oliver Kahn ähnlichem Ehrgeiz zerfressene Wissenschaftler und Entdecker, der alles tut, um sein Ziel, den Erdkern, zu erreichen und sich und seine Mitreisenden in tödliche Gefahren bringt. Die Reise erscheint völlig aussichtslos und der Tod klopft des Öfteren an die Tür der drei. 
Da ich, wie bereits erwähnt, keine Ahnung hatte, was mich in diesem Buch erwartet, war ich umso überraschter, was Jules Verne sich im Jahre 1873 ausgedacht und hier niedergeschrieben hat. Ich möchte jetzt natürlich nichts verraten, aber es geht teilweise schon äußerst abgefahren zur Sache. Hin und wieder wirkt das ganze auch ein bisschen zu unrealistisch, besonders wenn Axel, der die Geschichte berichtet, immer wieder in Ohnmacht fällt und sich an viele fragwürdige Punkte nicht erinnern kann. Es hätte mich auch nicht gewundert, wenn er bei der Überfahrt nach Island seekrank geworden wäre und alles nur ein komatöser Traum gewesen wäre.

Fazit

Das Buch ist pure Science-Fiction und erweckt vermutlich in jedem Leser die Abenteuerlust. Das technische und naturwissenschaftliche Wissen, das hier zweifelsohne vorhanden sein muss, macht die fantastische Geschichte umso beeindruckender.


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