Dienstag, 5. November 2013

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry  

"Der Brief, der alles verändern sollte, kam an einem Dienstag."
 

Verlag: Weltbild - 384 Seiten - ISBN: 3863655273 - Veröffentlichung: 14. Mai 2012 - Originaltitel: The unlikely Pilgrimage of Harold Fry
 
Klappentext

Harold Fry hatte eigentlich nur vor, einen Brief einzuwerfen. Einen Brief an seine alte Kollegin Queenie, die bald sterben wird. Doch Harold entscheidet sich anders. Er läuft am Postkasten vorbei. Überzeugt davon, dass Queenie erst dann stirbt, wenn er den Brief abschickt. Und so läuft er weiter und weiter. 87 Tage lang, 1.000 Kilometer weit. Bis zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnt. Für sich selbst, für seine Frau, für Queenie. Und für uns alle.

Meine Meinung 
 
Unwahrscheinlich ist diese Reise zweifellos. Aber geht es in dem Buch wirklich nur um eine Reise? Ich glaube nicht. 
Besonders zu Beginn des Buches war ich kurz davor, das Buch in die Ecke zu schmeißen. Mehrmals. Aber die letzten 100 Seiten haben sich dann doch noch bezahlt gemacht und das Buch rausgerissen. Das Ende hat mich überrascht, war sehr emotional und hat mich nachdenklich gestimmt. Es hat genau gepasst. 

Leider war es ein beschwerlicher Weg bis dorthin, so beschwerlich, wie eine Pilgerreise wahrscheinlich auch ist. Was hat also dazu geführt, dass das Buch fast in der Ecke gelandet wäre? Das Verhalten von Harold (vielleicht liegt es am Namen? Siehe "Harold"), seiner Frau und später im Verlaufe des Buches auch das Verhalten des Sohnes. Es ist äußerst befremdlich und nervt schlicht und ergreifend. Vielleicht ist es auch einfach nicht mein Humor. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich mich gefragt habe, ob die Autorin das ernst meint, was da vor sich geht.

Nichtsdestotrotz ereignen sich auf Harolds Trip von Briefkasten zu Briefkasten (erinnerte mich zwangsläufig an Forrest Gump), die ein oder andere lustige Situation und das Ende hat es in sich. Vieles klärt sich erst zum Schluss. Ich kann gar nicht oft genug schreiben, wie begeistert ich vom Ende bin.

Fazit 

Wer sich 2/3 eines Buches "quälen" möchte und die Leiden einer Pilgerreise am eigenem Leibe erfahren möchte, um am Ende versöhnlich gestimmt zu werden, der kann hier getrost zugreifen.

Die strapaziöse Lesereise wird also mit dem Ende bzw. dem letzen Drittel des Buches gekrönt:
Der Weg ist das Ziel!



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