Donnerstag, 21. November 2013

Kings of Cool  

"In the bible, mamma, Cain slew Abel and East of Eden, mamma, he was cast."

Verlag: Suhrkamp - 351 Seiten - ISBN: 3518464000 - Veröffentlichung: 17. September 2012 - Originaltitel: The Kings of Cool - Prequel von Zeit des Zorns (Savages)

Klappentext

Kalifornien in den Sechzigern, Laguna Beach: Aussteiger, die in Versuchung geraten, Lokalhelden und Träumer, die nicht genug bekommen. Drogen, Gier, der Sündenfall. Surfer und Hippies schließen einen Pakt mit dem Teufel, dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart zu spüren sind.
Laguna Beach, heute: Ben, Chon und O sind jung und sehen unverschämt gut aus, sie leben gefährlich und sind erfolgreich damit. Ihr Geschäft: erstklassiges Marihuana. Als korrupte Cops und rivalisierende Dealer mitverdienen wollen, wehren sie sich und gehen dabei auf volles Risiko. Noch ahnen sie nicht, dass ihr Schicksal unauflösbar mit der Vergangenheit ihrer eigenen Familien verknüpft ist. Was folgt ist ein blutiger Kampf der Generationen.

Meine Meinung

Ein typischer Don Winslow: schnell, kurzlebig und unterhaltsam. Besonders unterhaltsam. Genau wie Zeiten des Zorns, der bereits verfilmte Vorgänger. Wobei es sich hierbei um das Prequel handelt. Zuerst dachte ich, dass es sich bei dem Buch nur um so eine "geldmachende" Pseudofortsetzung handelt. Ist aber nicht so. Mir gefällt dieser Teil besser. Das Buch hat 351 Seiten? Echt? Merkt man nicht, die Zeit vergeht wie im Flug. 
Der Schreibstil ist bei den beiden Büchern identisch. Don Winslow ist ein wahrer Sprachkünstler, ein Virtuose, die Ideen und Worte sprudeln förmlich nur so heraus. Kurze, schnelle Sätze, hin und wieder Zitate aus Songtexten, dreckige Sprache: das ist cool, so muss es bei diesem Buch sein. So kann es nur Don Winslow. 
Ich schätze diese Art sehr, ist zwar nicht hochgestochen oder tiefsinnig und sicherlich nicht für jeden Tag, aber es unterhält ungemein. Egal wie übertrieben und klischeehaft das Buch ist (oder sind nicht alle Drogendealer Genies und alle Soldaten Tötungsmaschinen?).
Sehr nett sind die Anspielungen auf Figuren aus früher erschienenen Werken, z.B. Bobby Z. und Frankie Machine. (Frankie Machine würde auf jeden Fall 4 Eselsohren bekommen)
Äußerlich hält das Buch ebenfalls, was der Titel verspricht:komplett schwarz, auch die Seiten, und schlicht - unendlich cool.

Trotz der entfachten Reizüberflutung tritt besonders gegen Ende des Buches immer wieder ein Thema in den Vordergrund: der unaufhaltsame, grausame und sinnlose (!!!) Drogenkrieg. Deprimierend und realistisch.

"Genug ist ein Widerspruch in sich"

Fazit

Das Buch ist wie ein Film und es würde mich nicht wundern, wenn auch dieser Teil, trotz des ausbleibenden Erfolgs von Savages, verfilmt wird.
Ich wollte es eigentlich nicht schreiben, aber "Kings of Cool" - hier ist der Name Programm.




 

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