Dienstag, 28. Oktober 2014

Wild Cards 

 "Wer zur Hölle war Jetboy?" 

Verlag: penhaligon - 539 Seiten  - ISBN: 3764531274 - Veröffentlichung: 25. August 2014 - Originaltitel: Wild Cards - Inside Straight

Klappentext

America's next Superhero!
Kandidaten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten gibt es viele. Da ist zum Beispiel Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört, oder Jonathan Hive, der sich in einem Wespenschwarm verwandeln kann. Doch welcher von ihnen wird der größte Held?
Diese Frage soll American Hero, die neuste Castingshow im Fernsehen, endlich klären. Für die Teilnehmer geht es um Ruhm und um sehr viel Geld. Dadurch erkennen sie beinahe zu spät, was wahrer Heldenmut ist.

Meine Meinung

Wir kennen und lieben sie alle: X-Men, Avengers oder einfach abgefahrene Superhelden wie Wolverine, Spiderman oder Iron Man (okay, der ist vor allem clever und ziemlich cool).

Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich "Wow, eine Castingshow für Superhelden in spe, das klingt interessant und vor allem kreativ". X-Men meets das Supertalent (mir fällt gerade kein besseres Beispiel ein..) Und dann auch noch herausgegeben von George R.R. Martin, der mir gezeigt hat, dass auch eine in einer Art Mittelalter spielende Story gar nicht schlecht sein muss. Jedenfalls im Fernsehen. Gelesen habe ich ehrlich gesagt keins seiner Bücher aus der "Das Lied von Feuer und Eis"- Reihe. Und auch keins der "Wild Cards"- Reihe. Ich bin also völlig unbelastet an das Buch gegangen.
Und das Buch beginnt auch innovativ, nämlich mit einem Blog-Eintrag von einem der Kandidaten, der hauptberuflich Journalist ist. Im Verlauf der Geschichte wird es mehrere davon geben. Zunächst werden die Kandidaten und die Teams, in denen sie gegeneinander antreten, vorgestellt. Ich mag solche "Vorstellrunden". Außerdem gibt es gesellschaftskritische Aspekte, die mir sehr gut gefallen haben und sehr zutreffend sind. Fast schon satirisch. Das sind dann aber auch schon alle positiven Aspekte, die ich in dem Buch finden konnte.

Die Sprache ist einfach gehalten. Ebenso die Fähigkeiten der vermeintlichen Superhelden. Die sind nämlich eher absurd und langweilig. Die Charaktere, wenn man sie denn so nennen möchte, sind an sich ziemlich flach. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Charme. Dazu kommt eine Story, die völlig vorhersehbar ist. Und auch noch kitschig und pathetisch. Ich habe schlicht und ergreifend etwas anderes erwartet. Ich habe mehr erwartet. Mehr Spannung. Und vor allem mehr Kreativität. Zumindest Kreativität, die mir zusagt. Die Möglichkeiten in solch einem "Helden-Universum" sind doch eigentlich unermesslich (siehe Marvel). Vielleicht bin ich auch einfach nicht die Zielgruppe für so ein Buch. Vielleicht sollte ich einfach bei Thrillern bleiben.. Aber unterm Strich hat mich das Buch eher an FreeTVNachmittagsprogramm erinnert, als an einen Kinoabend mit den Avengers. In 3D.

Fazit

Im Buch "Die Romantherapie" wird unter anderem ein Leseleiden beschrieben, das sich dadurch äußert, dass der Leser das Buch, sei es auch noch so schlecht, nicht auf Seite legen kann und zu Ende lesen muss. Koste es, was es wolle. Dieses "Syndrom" hat mich hier wohl ereilt.
Das Buch hat mich von vorne bis hinten enttäuscht. Punkt. An dem Buch bzw. an den Geschichten haben viele Autoren gearbeitet. Da passt in meinen Augen der gute, alte Spruch "Viele Köche verderben den Brei" ganz gut.


Heiliger Strohsack.. das erste Mal nur ein Eselsohr.. 

Beitrag aus SpiegelOnline


Nichtsdestotrotz: besten Dank an penhaligon!!




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