Freitag, 14. November 2014

Der Knochenbrecher  

"Jonathan Winston zog sich die Maske über Mund und Nase und warf einen Blick auf die Uhr des Sektionssaals Nummer 4 im Untergeschoss des rechtsmedizinischen Instituts von Los Angeles."

Verlag: Ullstein - 416 Seiten - ISBN: 3548284217 - Veröffentlichung: 11. Mai 2012 - Originaltitel: The Night Stalker - 3. Teil der "Hunter-Garcia"-Reihe

Klappentext 

 Wenn es Nacht wird in Los Angeles, gibt es einen Mann, der keinen Schlaf findet. Von Alpträumen geplagt, ist er auf der Suche. Er ist ein kaltblütiger Killer. Nur einer kann ihn aufhalten: Robert Hunter - Polizist, Profiler, Held des LAPD. Er weiß, wo er suchen muss. Und die Jagd hat längst begonnen.

Meine Meinung

Eins vorab: Der nächste Teil der Reihe um Hunter und Garcia hat mir sehr gut gefallen. 
Aber:
Der Klappentext gibt ja eigentlich gar nichts preis. Das ist auf jeden Fall besser, als wenn im Klappentext das halbe Buch niedergeschrieben ist, aber diesen Klappentext hätte man sich auch sparen können. Dazu noch der Titel "Der Knochenbrecher".. heieiei.
Ich habe zwar keine Ahnung, worauf ein potenzieller Käufer eines Buches achtet und was ihn beeinflusst, aber wie auch bei den beiden Vorgängern (und auch bei den noch folgenden Büchern der Reihe) hat sich Ullstein in meinen Augen keinen Gefallen getan mit dem deutschen Titel. Was hat das ganze a) mit "The Night Stalker" zu tun und b) ist der Mörder tatsächlich ein Knochenbrecher..?? Das klingt, als würde er sich seine Opfer schnappen und ihnen die Knochen brechen, bis sie tot sind.
Also hätte ich die beiden Vorgänger nicht gelesen, hätte ich vermutlich nicht zugegriffen. Aber wer auf Reißer steht und gern die Bild liest zögert vermutlich keine Sekunde.
Das ist Gemecker auf hohem Niveau, denn mit der Story hat das eigentlich nichts zu tun und mehr habe ich an dem Buch nicht auszusetzen. 
Chris Carter schickt seine beiden Elitepolizisten von der Abteilung für ultrabrutale Morde wieder auf die Jagd und das, danke Chris Carter, ohne die grauenvollen Morde allzu detailliert zu beschreiben. Kreativ ist es, was die Tötung betrifft, auch diesmal, aber auch verträglicher für mein Gemüt und meine Meinung über die Psyche von Chris Carter. Ein Schritt in die richtige Richtung also. Wer sich nicht mehr erinnert: im "Vollstrecker" musste ich mich manchmal richtig zusammenreißen, die Beschreibungen der Mordopfer nicht zu überfliegen, weil es teilweise so ekelhaft war.
Das Buch liest sich gewohnt schnell und ist genau wie die beiden ersten Teile kaum aus der Hand zu legen, sodass einer gepflegten und kurzweiligen Jagd nach Hinweisen und dem Mörder nichts im Wege steht. Kurzweilig soll bitte nicht negativ interpretiert werden, für zwischendurch sind Hunter und Garcia genau die Richtigen.
Ich tappte erneut lange im Dunkeln, wer denn hinter den brutalen Morden steckt bis Chris Carter das ganze in aller Ausführlichkeit aufdeckt. 

Ihr müsst die beiden vorherigen Teile der Reihe nicht zwingend lesen, aber auch nachteilig wäre es sicher nicht. Auch aus Gründen der Unterhaltung. 

Fazit

Hunter und Garcia gehören mittlerweile zu meinen Lieblings Protagonisten, besonders für kurzweilige Unterhaltung. Als Leser weiß man genau, was man von Chris Carter geboten bekommt und doch sind die Plots nicht vorhersehbar.


     

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