Freitag, 21. November 2014

Mördermuskeln  

"Adam Kaslowski besaß das Gefühl für Mord."

Verlag: BoD - 22 Seiten - ISBN: 9783734727627 - Veröffentlichung: 29. Oktober 2014

Kurzbeschreibung

Ein Goldschmied wird von mysteriösen Lähmungserscheinungen geplagt.
Ein Lehrer stochert in seiner eigenen Vergangenheit.
Ein Feuerwehrmann schafft sein Meisterstück.
Ein Römer trifft auf seltsam freundliche Germanen.

Meine Meinung

Eines vorab: Kurzgeschichten lese ich kaum. Ich erinnere mich noch an "Frühling, Sommer, Herbst und Tod" von Stephen King oder "Küsschen, Küsschen" von Roald Dahl. Oder einfach "Urban Legends". 
Was ich damit sagen möchte ist, dass ich wenig Erfahrungswerte oder Vergleichsmöglichkeiten habe. Whatever.

"Mördermuskeln" ist das erste Werk von Roald Maine. Und das merkt man ihm auch an. Sprachlich klingt es noch nicht ausgereift, irgendwie unfertig. Und die Geschichten sind wirklich sehr kurz. Das muss aber ja nicht unbedingt schlecht sein. Wenn es in den vier Geschichten auf insgesamt 22 DIN A4 Seiten richtig kracht und sie mich vom Hocker hauen, dann gilt das alte Sprichwort "size matters" nicht. Das ist hier aber nur bedingt der Fall, also, dass vom Hocker hauen.
Maine baut in jede der vier Geschichten zwar einen starken Turn (nennt man das so??) ein, aber diese eigentlich unvorhersehbaren Wandel im Plot, sind relativ vorhersehbar, sodass sie doch nicht so überraschend sind. Das wirkt ein bisschen erzwungen auf mich. So als müsste unbedingt noch etwas alles aus den Angeln werfen und als wäre eine Geschichte sonst nicht komplett. Es gibt sicher nichts Cooleres als Stolperfallen, falsche Fährten und Überraschungen in Geschichten (siehe Christopher Brookmyre), aber eben auch nur, wenn es passt.

Fazit

Ich finde es sehr mutig und bewundernswert, Kurzgeschichten zu schreiben und diese selbst zu veröffentlichen. In diesem Falle mit BoD (Books on Demand), was eine tolle Möglichkeit ist, sich im Schreiben auszuprobieren, erste Erfahrungen und Feedback zu sammeln.
Ich möchte Roald Maine ein literarisches Talent nicht absprechen, aber in den Geschichten fehlt noch einiges. Was genau, dass kann ich nicht sagen, sonst hätte ich schon längst selber ein paar Bücher veröffentlicht, aber sie wirken, wie bereits erwähnt, einfach nicht vollständig. Auch für Kurzgeschichten. Mir gefällt, dass Maine versucht, den Leser kurz vor Schluss zu überraschen und mir gefällt, dass die Geschichten abrupt enden. Das ist aber hier auch schon alles, neben dem Cover.
Ich bin gespannt, was es in Zukunft noch von Roald Maine zu lesen gibt.



Wenn ihr euch fragt, warum ich von 22 DIN A4 Seiten schreibe: Ich hatte die Möglichkeit, das Buch entweder als E-Book zu bekommen oder als .pdf-Datei. Und oldschool wie ich bin, habe ich mich natürlich für die .pdf per Email entschieden.

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