Sonntag, 14. Dezember 2014

The Drop

The Drop  

"Bob fand den Hund zwei Tage nach Weihnachten."

Verlag: Diogenes - 223 Seiten - ISBN: 3257069154 - Veröffentlichung: 29. Oktober 2014 - Originaltitel: The Drop

Klappentext

Ein Überfall auf eine zwielichtige Bar, die Beute: Mafiageld. Die Täter sind schnell gefasst, doch wer steckt hinter dieser selbstmörderischen Aktion? Ein übereifriger Polizist, ein aufgebrachter Gangsterboss, und plötzlich sieht der stille Barkeeper Bob ein Geheimnis ans Licht gezerrt, das er jahrzehntelang gehütet hat.

Meine Meinung

Was haben die Filme "Gone baby, gone", "Mystic River" und "Shutter Island" gemeinsam?? Okay, das war einfach: Die Bücher, die den Filmen zugrunde liegen, stammen alle aus der Feder von Dennis Lehane. Genau wie einige Folgen DER Krimiserie "The Wire". Und auch "The Drop" wurde verfilmt. Unter anderem mit Tom Hardy und dem unvergesslichen James Gandolfini in einer seiner letzten Rollen. Ich habe den Film bisher übrigens noch nicht gesehen und werde mir keine Vergleiche erlauben.

Es sprechen viele Dinge für das Buch und nur wenige dagegen.
Da wäre der Handlungsort: Boston, was immer ein Vorteil ist (genau wie Spiele der Celtics zu erwähnen und unfähige Spieler zu verunglimpfen).
Dazu kommt der schnelle und kurzweilige Plot, in dem sich die Spannung bis zum Schluss aufbaut und der mich mit seiner Entwicklung und der Entwicklung der Personen überrascht hat. 
Besonders die Hauptfigur, der scheinbar etwas einfältige Barkeeper Bob, hatte von Anfang an meine Sympathien sicher. Umso besser gefällt mir das Ende der Geschichte.
Ist das Ende vorhersehbar?? Ich bin mir nicht sicher. Es ist eigentlich ein bisschen zu schön. Aber das gefällt mir in diesem Fall.

"Aber was kann man schon machen? Man kann das Leben nicht kontrollieren."

Ein weiterer positiver Aspekt in dem Buch ist natürlich die Mafia, denn ein Buch, in dem die Mafia eine Rolle spielt hat eigentlich schon automatisch mehr als zwei Eselsohren verdient. Wenn sie dann auch noch so in Erscheinung tritt wie hier, dann ist das nur förderlich. Das soll jetzt nicht so klingen, als wäre ich ein Befürworter oder Fan der Mafia, aber für solche Geschichten ist die Mafia als Gegengewicht kaum zu toppen. Besonders eine Szene in dem Buch bleibt mir in Erinnerung: Der Sohn des Mafia-Oberhauptes fährt mit seinen Schergen in zwei SUVs vor, gefolgt von einem Lieferwagen. Was in dem Lieferwagen geschieht, während der Fahrt oder im Stillstand, möchte ich hier nicht verraten. Aber Lieferwagen sollte man anscheinend immer mit einem gehörigen Abstand begegnen.
Die Kirche spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bzw. der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, der hier symbolisiert wird. Außerdem darf die Kirche nicht fehlen, wenn die Mafia mit an Bord ist. 
Einzig negativ ist eigentlich, dass die Geschichte relativ kurz ist und so schnell endet.

Fazit

Ein Gefühl während des Lesens, als würden meine Unterarme an einer klebrigen, dunkelbraunen Holztheke in einem dunklen Pub festkleben und Unterhaltung von Anfang bis zum Ende: Dennis Lehane bringt auf den vergleichsweise wenigen Seiten eine fesselnde Story zu Papier, die mit ihren Charakteren, wenn auch zum größten Teil etwas oberflächlich beleuchtet, und dem tollen, wendungsreichen Plot überzeugt. Dazu noch der Witz und die Sprache von Lehane macht




Besten Dank an Diogenes


Wer findet, dass das Buch schon, auch aufgrund der "Länge" wie ein Drehbuch klingt: Hier ist der Trailer zur Verfilmung (der Film spielt in New York..)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen