Mittwoch, 20. Januar 2016

Tim Burton - Das traurige Ende des Austernjungen und andere Geschichten

Verlag: Quadriga - 121 Seiten - ISBN: 3869950064 - Veröffentlichung: 16. September 2011 - Originaltitel: The Melancholy Death of Oyster Boy & other Stories

Bis zum 3.1.2016 präsentierte das Max Ernst Museum in Brühl (nicht allzu weit entfernt von Köln) als erstes Museum in ganz Deutschland (!!) die Ausstellung "The World of Tim Burton".

Wer die Filme von Tim Burton kennt, der weiß, was ihn erwartet: nein, nicht Johnny Depp oder Helena Bonham Carter, sondern absurde und abgedrehte Kunst.
Denn, was viele nicht wissen: Tim Burton ist nicht nur Regiesseur, sondern wie viele kreative Geister auch noch Maler und Poet. So gab es in der Ausstellung über 500 Exponate über Filmfiguren, Kritzeleien auf Servietten, Storyboards, Bilder usw. . Wirklich beeindruckend.

Und so bin ich auf der Ausstellung über den Gedichtband "Das traurige Ende des Austernjungen und andere Geschichten" gestoßen. Ich muss dazu sagen, dass ich Tim Burton bzw. seinen abgedrehten und unkonventionellen Stil sehr schätze und ich eigentlich keine andere Wahl hatte, als mir das Buch zu kaufen. 
Beim Kauf stellte sich dann gleich die erste Frage: Englisch oder Deutsch?? Eigentlich konnte die Antwort nur "Englisch" lauten, aber die englische Ausgabe machte optisch nicht sonderlich viel her, also griff ich nach kurzem Überfliegen zur schön gebundenen deutschen Variante. Nicht alle Witze oder Namen konnten offensichtlich 1:1 gerettet werden, aber ich denke, den Sinn hinter den meisten Wortspielen erkennt man trotzdem.
Die Gedichte sind wie man es von Tim Burton erwartet: absurd, grotesk, aber trotzdem irgendwie liebenswert und charmant. 

Fazit

Für jemanden, der mit Tim Burton nichts anfangen kann und dem das alles zu abgefahren ist, was er von Tim Burton kennt, der braucht hier nicht zuzugreifen. 
Aber jeder, der Tim Burton und seinen Stil mag, der macht mit dem zwar kleinen, aber dennoch feinen, "Gedichtband" nichts falsch und wird sich daran erfreuen.


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