Sonntag, 13. November 2016

The Night Of: Die Wahrheit einer Nacht


Als großer Freund von Serien habe ich mich sehr gefreut, als ich entdeckt habe, dass Sky die HBO-Produktion "The Night Of" ausstrahlt. Warum ich mich so gefreut habe, ist schnell erzählt: Die Miniserie wurde von zwei nicht ganz unbekanntern Schreibern neu entwickelt, nämlich von Richard Price und Steven Zaillian. Neu entwickelt?? Die Idee basiert auf der britischen Serie "Criminal Justice".

Richard Price ist vor allem als Schriftsteller bekannt, zuletzt veröffentlichte er das Buch"Die Unantastbaren", was bei crimenoir zum besten Krimi des letzten Jahres gekürt wurde.
Aber auch sonst ist Price viel beschäftigt, so wurde beispielsweise sein Buch "Clockers" von Spike Lee verfilmt, "Die Farbe des Geldes" hat ihm eine Oscar-Nominierung eingebracht. 
Mir ist Price vor allem ein Begriff, weil er, genau wie Dennis Lehane, einige Folgen der von mir hochgeschätzen Serie "The Wire" geschrieben hat. Wer "The Wire" noch immer nicht kennt: "The Wire" gilt als die realistischste Krimiserie weit und breit und wurde nicht umsonst mit Preisen nur so überschüttet.

Steven Zaillian steht vor allem für großes Kino und hat u.a. als Drehbuchautor an folgenden Filmen mitgewirkt: "American Gangster" mit Denzel Washington, der Neuverfilmung von "Verblendung", "Zeit des Erwachens" oder auch"Schindlers Liste". 

Nun haben sich diese beiden Masterminds zusammengesetzt und eine Fernsehserie entwickelt. Und das direkt in Zusammenarbeit mit HBO, die auch für "The Wire" verantwortlich waren. Also mehr als genug Gründe, sich die Serie anzuschauen.

Was mir neben all der Spannung, Ahnungslosigkeit, vermeintlich falschen Fährten und tollen Figuren gefällt, ist vor allem, dass sich nach der letzten Folge so viele Wege auftun, die Serie in irgendeiner Weise fortzusetzen. Und das war kein Spoiler. 
Price und Zaillian stehen alle Türen offen, denn, wenn sogar mir als Zuschauer mindestens zehn Möglichkeiten in den Sinn kommen, dann müssen diese beiden schon einige Staffeln mehr im petto haben. Ob es weitergeht, ist bislang allerdings noch unklar.



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