Montag, 28. September 2015

Chris Carter - Der Totschläger

"Ein einzelner Schuss in den Hinterkopf wie bei einer Exekution."


Verlag: Ullstein - Seiten: 462 - ISBN: 3548285767 - Veröffentlichung: 16. Juni 2014 - Originaltitel: One by One - 5. Teil der "Hunter-Garcia"-Reihe

Klappentext

Detective Robert Hunter erhält einen Anruf. Spiel mit mir, sagt die anonyme Stimme. Doch Mord ist für Hunter kein Spaß - Zug um Zug wird er zum echten Spielverderber...

Meine Meinung

Also, ich muss wirklich ein großes Lob aussprechen. Ich finde es super, dass der Ullstein Verlag so kurze Klappentexte verwedendet. Das ist auf jeden Fall sinnvoller, als das ganze Buch auf der Rückseite niederzuschreiben.
Aber der Klappentext an sich... naja. Egal. 

Bei der "Totschläger" handelt es sich nun schon um den fünften Teil der Reihe um die beiden Detectives Robert Hunter und Carlos Garcia. Teil 6 "Stille Bestie" ist bereits am 11.9. erschienen. Und eigentlich, dachte ich zumindest, muss irgendwann der Moment eintreten, ob vor oder während des Lesens, wo man sich fragt, ob es nicht bei jedem Teil immer der gleiche Brei ist, der uns vorgesetzt wird. In gewisser Weise trifft das sicher zu, weil es immer so abläuft, dass Hunter und Garcia irgendeinen wahnsinnigen, brutalen Mörder jagen. Schließlich sind sie ja in der Abteilung des Morddezernats von L.A., das sich mit brutalen und öffentlichwirksamen Morden beschäftigt. Aber: Chris Carter schafft es jedes Mal, toi toi toi, mich mit einer neuen, ausgeklügelten Story zu überraschen. So auch dieses Mal.
Der Täter lässt die Öffentlichkeit auf einer Website darüber abstimmen, ob jemand stirbt bzw. wie. Es gibt immer zwei Varianten. Soweit, so grausam. Klingt wie der Film "Untraceable", ist aber viel ausgeklügelter. Verrückt, was alles im Internet möglich zu sein scheint.
Das Buch ist genau wie alle vorangegangenen Teile ein Pageturner im wahrsten Sinne des Wortes und spannend bis zum Schluss. Ich glaube ich habe das Buch im Urlaub an einem Tag gelesen. Eine Sequenz finde ich besonders nervenaufreibend. Welche das ist, verrate ich hier natürlich nicht. Auf Chris Carter ist immer Verlass, wenn man sich eine kurzweilige, harte Story vornehmen möchte. Aber Achtung: auch hier gilt wieder der Slogan "Nichts für Zartbesaitete".

Müsst ihr die Vorgänger lesen, um hier durchzublicken?? Grundsätzlich ist das kein Muss, aber auf jeden Fall ratsam, denn Chris Carter befasst sich nicht groß mit den vergangenen Teilen.

Fazit

Für Freunde von Chris Carter bzw. der Bücher um Hunter und Garcia ein absolutes Muss. Für alle anderen Fans von kurzweiligen Krimis, auch.




     



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