Freitag, 12. Juni 2015

Thailand / April - Mai 2015

Jetzt bin ich schon 3 Wochen wieder hier. Und der Trip hätte ruhig etwas länger als 24 Tage sein können. Mir fehlen die Hitze, das Meer und meine tägliche Double Choc Sojamilch von 7Eleven. Aber die nächste Reise kommt bestimmt :-) 
Nun also ein "kleiner" Bericht über Thailand. 

Wo soll ich bloß anfangen?? 
Ich möchte euch nicht groß erzählen, was wir jeden einzelnen Tag getrieben haben, sondern "nur ein paar" Tipps geben ;-) Die Tipps findet ihr auch am Schluss in Kürze.

Ich rate vorab jedem, dringend Thailand zu besuchen.

Ich habe mich immer davor gesträubt, das hatte viele Gründe. Zum Beispiel den Hype: es kommt mir so vor, als würde gefühlt, jeder schon einmal in Thailand gewesen sein. Das macht das Land irgendwie langweilig und bedeutet gleichzeitig, dass wahrscheinlich ständig, überall Touris rumhängen. Andere Gründe waren das Wetter und das Mückenaufkommen. Ich bin häufig geplagt von Kopfschmerzen und Temperaturen jenseits 40°C und extreme Luftfeuchtigkeit sind sicher nicht förderlich. Dazu Mücken, die alle erdenklichen Krankheiten übertragen - keine guten Aussichten, für jemanden, der im stinknormalen deutschen Sommer schon im Park massakriert wird und Beulen bekommt.
ABER: Kopfschmerzen hatte ich erstaunlicherweise nur ein Mal und gegen Mücken hilft Deed erstaunlich gut (zumindest für einen Urlaub, für einen längeren Zeitraum würde ich von diesem Chemiezeug abraten. Meine Haut wurde teilweise schon relativ dünn..)
Und: kurz vor der Regenzeit (ab Ende Mai) ist in Thailand Nebensaison. Weil es zu heiß ist (geht das überhaupt??), also zumindest weniger Touris.



Also, rein in den Flieger und ab nach Thailand.


Route: Frankfurt - Dubai - Bangkok - Rayong - Chiang Mai - Pai - Ko Tao - Koh Phangan - Phuket

Ich kann euch allen nur raten, mit Emirates zu fliegen. Die Flugzeuge sind modern, der Service und das Essen sind fantastisch. Ja, auch das Essen ist überragend. Die Wahl kann man auch online schon treffen (Vegetarier oder Menschen mit Extrawünschen, bekommen das Essen als erste).
Nachdem ich auf den Hinflügen (Zwischenstopp in Dubai) 7 (!) Filme geschaut habe, verließen wir in Bangkok den ordentlich klimatisierten Flughafen und liefen direkt ins Affenhaus, gegen die schwüle Hitzewand. So etwas habe ich bis dato noch nie erlebt, der Schweiß lief wie in einem Wenik-Aufguss. Nur schneller und mehr.
45 Minuten Taxispaß später (umgerechnet ca. 10 Euro) kamen wir in unserer ersten Bleibe an. Nach langem Flug muss man sich ja auch gegen den Jetlag was gönnen, also ab ins Millenium Hilton, in die 29. Etage mit Blick über die Stadt oder in den Pool auf der vierten Etage.


Bangkok ist unfassbar. Ich würde nicht sagen, dass ich nochmal hierher muss, aber gesehen haben sollte man die Stadt schon. Die Hochhäuser, der Verkehr, der Smok - wahrscheinlich ist das in allen Metropolen so. Aber hier ist es noch irgendwie ein bisschen verrückter. Natürlich haben wir uns die üblichen Tempel und die Khao San Road angeschaut, aber was soll man auch sonst machen, außer ausgiebig zu essen (Pad Thai + Cola = 2,50 bei schlechtem Kurs) und erstmal anzukommen?? Ach ja, Haare abrasieren, weil es zu heiß ist. Aber 3 Tage reichen dann auch und man merkt erstaunlich schnell, wie gut die Luft anderswo ist, wenn man Bangkok erstmal verlassen hat.

Nach Bangkok ging es nach Rayong oder besser gesagt ins Camillian Social Center, das unser Verein "Teilen macht glücklich" seit 2012 unterstützt. Hier haben wir mit allen Patienten einen Ausflug zum Strand gemacht, Mittag gegessen und Spiele gespielt.

Insgesamt gibt es in Rayong nicht viel zu sehen, sodass wir nur 2 Tage im Center blieben und uns nach Chiang Mai aufmachten, der Rose des Nordens und einer der größten Städte Thailands. Mit Air Asia über Bangkok.
Chiang Mai ist zwar auch groß, aber viel entspannter, als Bangkok. Vielleicht, weil in Bangkok 8 Mio. Menschen leben und in Chiang Mai nur 135.000...
Chiang Mai ist aber auch die Stadt, der 100 Gestänke, ich weiß nicht, ob es an den vielen Durian Früchten lag, die überall angeboten wurden, oder nur an den Kanälen. Außerdem ist Chiang Mai auch die Stadt der gefälschten Klamotten, der aufdringlichen Taxi- / Tuktukfahrer und das heimliche Hauptquartier von 7 Eleven. "Wenn ich eine Abkühlung brauche, dann gehe ich einfach zu 7 Eleven und kühle auf 22 Grad ab". Besonders der Sundaymarkt ist einen Besuch wert, am besten schon um 17 Uhr, da ist es noch relativ leer. In Chiang Mai hat es mir sehr gut gefallen. 

Was ihr Schleckermäuler unbedingt machen solltet, ist eine abendliche Street Food Tour. Hier erfahrt ihr, worauf ihr bei den Ständen achten solltet (wichtig für Fruitshakes) und was überhaupt in den verschiedenen Gerichten enthalten ist. Wirklich toll und auch unfassbar günstig ( < 20 € für 6 Mahlzeiten!!). Buchen könnt ihr hier.
Außerdem unbedingt empfehlenswert ist ein ganztägiger Kochkurs in der Thai Organic Cooking School. Frei nach dem Motto "never try, never know" geht es erstmal in den Großmarkt, wo ihr erfahrt, mit welchen Gewürzen und Zutaten ihr am besten kochen könnt. Anschließend geht es zur etwas abseits gelegenen Farm und in den Garten. Auf einem Rundgang erfahrt ihr, was alles angebaut wird - probiert wird natürlich auch. Und dann geht es auch schon in die Kochräume und an den Herd. Alle Teilnehmer kochen 6 Gerichte, die vorher ausgesucht werden. Ein riesiger Spaß, je nach Gruppe und Teilnehmern natürlich noch unterhaltsamer :-) Ein wirklich unvergesslicher Tag und ein absolutes Muss. 


Nach Chiang Mai ging es mit einem Minibus durch einen Monsun nach Pai, noch ein Stückchen weiter nach Nordwesten. Das schlechte Wetter also perfekt genutzt.

In Pai haben wir im Pairadise  (kein Scheiß, das heißt wirklich so - Geniestreich) gehaust für schlappe sechs Euro pro Nase (inklusive Frühstück und Zimmer mit a/c). Dazu gab es noch einen riesigen Badeteich. Das ganze ist zwar etwas außerhalb, aber höchstens 300 Meter, das geht klar.
Pai ist als altes Hippiedorf bekannt und das merkt man am entspannten Klima, das hier herrscht. Es wimmelt zwar vor Touristen, aber nichtsdestotrotz würde ich immer wieder nach Pai zurückkehren. Es ist wirklich klein und bietet trotzdem viele Möglichkeiten, die Tage ganz relaxt ausklingen zu lassen, Freiluftbar an Freiluftbar, Restaurant an Restaurant. Dazu kommt die tolle Landschaft, in der Pai liegt. UND: es gibt keine nervigen Tuktuks.

Und was kann man in Pai so machen, außer abhängen und mit Leuten aus aller Herren Länder quatschen?? Zum Beispiel einen Dschungel Trek mit Mr. Ting. Mr. Ting ist oldschool, er hat keine Homepage, deshalb hier seine Handynummer (Stand: April 2015): 0856207526. Er ist selbstständig und kennt die Gegend besser als seine Westentasche. Der Dschungel erinnert zwar eher an einen Wald, aber cool war es dennoch. Besonders, wenn Mr. Ting mit seiner Machette loslegt und aus einem Bambusstab Teller, Töpfe, Chopsticks und Becher schnitzt und Nudelsuppe mit Flusswasser zaubert. Unfassbar!! Und so cool. Für witzige Sprüche auf Thai-Englisch ist er auch zu haben. Wirklich liebenswert. Anschließend fährt man noch zum Wasserfall, den ich jetzt nicht so toll fand und zu heißen Quellen, die schon besser sind.
Kulinarisch zu empfehlen ist Na's Kitchen. Hier kocht die Chefin noch selbst und sie stammt laut Mr. Ting tatsächlich aus Pai ("also kein geldgeiler Zuwanderer, der nichts für die Kultur tut"). Essen, Service und Preise sind unschlagbar. Beispielhaft hierfür: an einem Abend sind wir erst um halb 8 losgezogen und die Schlange für Na's Kitchen ging bis weit auf die Straße, sodass wir uns einfach mit einem kanadischen Paar einen Tisch geschnappt und fast auf der Straße aufgestellt haben. Spring Rolls und Glasnudeln waren trotzdem schon ausverkauft (!).

Von Pai aus ging es mit Minibus zum Flughafen in Chiang Mai, zurück nach Bangkok, erstmal schön 3 Stunden im Affenhaus auf den Nachtbus warten. Genauer gesagt auf das "VIP Night Shuttle" mit WiFi (nicht vorhanden), Toilette (nicht funktionsfähig), Essen und Trinken (nope) und Schlaf (neeeein!!). Irgendwann sind wir dann morgens in Chumphon angekommen, noch 3 Stunden warten auf die Fähre... Aber dann: Endlich im Süden, am Meer!!

Koh Tao kommt meiner Vorstellung vom Paradies schon relativ nah. Ihr solltet euch dort ein Lontgtailboot mit "Kapitän" leihen. Ihr könnt von morgens bis Abends bzw. so lange ihr wollt um die Insel fahren und halten, wo ihr wollt. Sei es am Strand oder auf dem offenen Meer. Und natürlich Schnorchel mitnehmen!! Es gibt viel zu sehen im kristallklaren Wasser. Nach diesem Tag hatte ich den Muskelkater meines Lebens im Nacken, aber das war es hundertmal wert. Uns hat der Tagesausflug zu viert pro Nase umgerechnet 25,00 € gekostet. Unfassbar, wer da nicht zuschlägt. 25,00 € für 9 Stunden, die wir unterwegs waren.




Koh Tao ist ansonsten das Paradies für Taucher und diejenigen, die einen Tauchschein machen möchten. Von anderen Inseln kommen die Tauchschulen hierher, weil es so toll ist.

Und ab zur nächsten Insel: Ko Phangan, dem Zuhause der weltberühmten Full Moon Party, die ich mir gespart habe. Man wird alt ;-) 

Unsere Unterkunft war ein bisschen ab vom Schuss, sodass es ein wahrer Luxus war, einfach mal wieder am Pool zu liegen. Zumal in unserer Unterkunft jeden Tag die lässigste Musik von ganz Thailand lief. An der Poolbar. Hier habe ich auch die burmesische Küche kennen- und lieben gelernt.
Empfehlen kann ich euch einen Trip zum Sanctuary
Hier kommt ihr nur mit dem Boot hin, weil die Straße nicht fertiggestellt wird. Es gibt einen Shuttleservice undeine Bootsmafia, verhandeln bringt nicht viel. Das Sanctuary bietet Yoga und Treatments (heißt das so??) an, ist jetzt nicht so mein Ding, aber die Atmosphäre dort ist einmalig. Alle sind noch relaxter, als irgendwo anders und Essen, Getränke und Strand sind klasse. Auf der Bootsfahrt hierher, hingen die Wolken quasi auf dem Meer und ich konnte keinen Unterschied mehr ausmachen zwischen Meer und Himmel, wie "Fluch der Karibik".
Ko Phangan hat mir bei weitem nicht so gut gefallen, wie Koh Tao. Schön war es natürlich trotzdem. Wer es krachen lassen möchte, ist hier jedenfalls richtig, einfach zum Pier, wo abgesehen von der Full Moon Party natürlich auch andere Bars sind. Wie überall im Süden. Einfach schön am Strand sitzen, mit einem Drink und das Leben genießen.

Nach unserer letzten nicht so erfolgreichen Busfahrt haben wir uns nochmal für einen Inlandsflug entschieden. Mit einer Propellermaschine. Nach Fahrt mit der Fähre nach Ko Samui geht es von hier direkt weiter nach Phuket, dem Ballermann Thailands. Der Flughafen in Ko Samui alleine ist eigentlich schon eine Reise wert: es gibt keine großen Hallen, alles ist wie ein Shoppingvillage, nur das Gate ist überdacht. Mit einer Glaskuppel. Wirklich toll. Da sieht man über das klapprige Flugzeug mit den quietschenden Sitzen weg, auch wenn man durch mehrere Gewitter fliegen muss. Easy. 
Nach Phuket geht es eigentlich nur, weil wir von hier auch zurück nach Deutschland bzw. Dubai fliegen. Ein bisschen weniger Reisestrapazen für den finalen Abreisetag. Viel gemacht haben wir hier für die letzten 4 Urlaubstage nicht. Nur relaxt, die Sonne genossen und die Massagen am Strand. Und das Essen. Bis nächstes Mal Thailand :-)


In Kürze


Bestes Reisebüro!!
Deed (mind. 50 % Anteil!!)
7Eleven
Double Choc Sojamilch
Massagen
Inlandsflüge
VIP Busse nur, wenn das Budget sich dem Ende nähert.
Taxi nur mit Taximeter!!!
TukTuk-Fahrer sind Betrüger
Vorsicht mit Curry ;-)


Bangkok:
Massageschule (Wat Pho)
Liegender Buddha
Hindu Tempel
Streetfood
Flussfahrt
Buddhaschrein

Chiang Mai:
Blinde Massage
Thai Farm Cooking School
Sundaymarket
Foodmarket-Führung

Pai:
Na's Kitchen
Mr. Ting
Pairadise

Koh Tao:
Boot leihen und schnorcheln oder 
Tauchschein machen

Ko Phangan:
Le Divine Comedie
Sanctuary

Phuket:
Twin Palms




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