Samstag, 3. Oktober 2015

Nickolas Butler - Shotgun Lovesongs

"Wir alle luden ihn zu unseren Hochzeiten ein."


Verlag: Heyne - 421 Seiten - ISBN: 3453437829 - Veröffentlichung: 9. März 2015 - Originaltitel: Shotgun Lovesong

Klappentext

Little Wing im Norden Wisconsins. Henry und Beth waren schon in der Schule ein Paar und haben ihren Heimatort nie verlassen. Sie kämpfen um ihre Farm und unterstützen ihren Freund Ronny, der nach einem schweren Unfall vom Rodeostar zum Alkholiker wurde. Kip war als Rohstoffmakler in Chicago erfolgreich. Nach seiner Hochzeit will er in seiner alten Heimat neu beginnen, findet dort aber nur schwer Halt. Lee hat ein Album aufgenommen - Shotgun Lovesongs - und wurde damit zu einem internationalen Star. Auch ihn zieht es zurück nach Little Wing zu seinem besten Freund Henry und seiner Frau Beth, mit der ihn mehr als eine Freundschaft verbindet. In einem unvorsichtigem Moment setzt er alles aufs Spiel.

Meine Meinung

Als ich das erste Mal im Radio von "Shotgun Lovesongs" gehört habe, wollte ich das Buch eigentlich gar nicht lesen. Das war 2014 und der Inhalt hat mich gar nicht interessiert. Vor kurzem bin ich aber irgendwie wieder auf das Buch aufmerksam geworden und habe mich entschieden, es nun doch zu lesen. Die Story klingt ja auch ganz cool: 5 Jugendfreunde aus einem kleinen Dorf irgendwo im Nirgendwo in den USA gehen durch Dick und Dünn und irgendwann trennen sich die gemeinsamen Wege.
Wie in "Die Leiche" (später verfilmt als "Stand by me" mit River Phoenix) von Stephen King. So spielt das Leben, auch hier. Aber insgeheim wünschen sich alle nichts sehnlicher, als in ihrem kleinem Heimatdorf glücklich zu werden. Das hat man alles schon mal irgendwo gelesen oder gehört. Ein bisschen rührselig und melodramatisch.
"Shotgun Lovesongs" erzählt die Geschichte der Freunde aus allen verschiedenen Blickwinkeln und fortlaufend. Das gibt dem Plot ein bisschen Abwechslung. Die ganze Erzählweise ist auch sehr alltäglich. Das gefällt mir, es ist nicht zu abgedreht, sondern ganz normal und so bekommen wir es als Leser auch mit Alltagsproblemen und Konflikten zu tun, die jeder von uns schon einmal erlebt hat oder eben mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mal erleben könnte. Ein hoher Identifizierungsgrad mit den Protagonisten ist so ebenfalls recht wahrscheinlich.
Aber auf der anderen Seite ist genau das auch...hmm...langweilig. Ich habe das Buch gelesen und gelesen und gelesen und mehr nicht. Es hat sich sehr gezogen und war wirklich langatmig und eben langweilig. Hier und da, besonders zum Ende hin, wird es zwar mal spannend aber unterm Strich ist mir das Buch zu ruhig.

Fazit

"Shotgun Lovesongs" erzählt von Freundschaft, Sehnsucht, Liebe und dem "Was-wäre-wenn?". Also ganz alltäglichen Themen. Um mich richtig fesseln zu können, hat es mir zu sehr an Schwung und Pep gefehlt. 


Besten Dank an Heyne

Aber "Shotgun Lovesongs" macht Lust auf das Leben in der Natur bzw. in einer Kleinstadt. Guckt euch Bilder von Little Wing oder Wisconsin an sich an. Herrlich.

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